Sierra Leone
Sierra Leone ist ein westafrikanisches Land mit rund 8,8 Millionen Einwohnern. Trotz großer Rohstoffvorkommen zählt es zu den ärmeren Staaten Afrikas, geprägt durch Bürgerkrieg und Ebola-Epidemie.
Die Evangelisch-methodistische Kirche ist seit 1855 im Land aktiv. Mit etwa 116.000 Mitgliedern, 244 Gemeinden, über 250 Schulen sowie zahlreichen Gesundheits- und Sozialprojekten trägt sie wesentlich zur Entwicklung des Landes bei. Die EmK-Weltmission unterstützt diese Entwicklung personell und in mehreren Projekten.
Unsere Mitarbeitenden
Sadia Gbassa und Sullayman Koroma
Unsere beiden Mitarbeitenden in Sierra Leone haben die Aufgabe, Aufklärung an Schulen zu fördern.
Andrea und Dieter Monninger
Andrea hilft im Gesundheitszentrum Jaiama, Dieter baut oder renoviert Schulen.
Dennis Bangalie
Unser Mitarbeiter in Sierra Leone koordiniert verschiedene Projekte, die von der EmK-Weltmission unterstützt werden.
Unsere Projekte in Sierra Leone
Evangelisation ist der Herzschlag der Kirche. Mit vielfältigen Aktionen erreicht die EmK in Sierra leone Menschen an den verschiedenen Orten.
Unsere Unterstützung in 2026: 6.000 Euro
Dennis Bangalie koordiniert als einheimischer Mitarbeiter die Projekte der EmK-Weltmission in Sierra Leone.
Projektkosten im Jahr 2026: 12.000 Euro
Konomusu ist ein Berufsausbildungsprogramm für junge Frauen im Kono-Distrikt. Neben der beruflichen Ausbildung geht es um Hilfe zur Existenzgründung und um Aufklärung über HIV/Aids.
Unsere Unterstützung im Jahr 2026: 13.000 Euro
Gehaltszahlungen für die einheimischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des dortigen Gesundheitszentrums der EmK.
Unsere Unterstützung im Jahr 2026: 24.000 Euro
Die beiden Lehrenden führen die erfolgreiche Arbeit von Melanie Janietz in der Lehrerweiterbildung fort (siehe auch Projekt 4426 »Aufklärung an Schulen«).
Unsere Unterstützung im Jahr 2026: 12.600 Euro
Ausbau und Betrieb eines Ausbildungszentrums für die Holz- und Metallbearbeitung, Bau-, Elektro- und Kfz-Handwerk in Koidu.
Unsere Unterstützung im Jahr 2026: 20.000 Euro
Weiterbildung in Sexualkunde für Lehrkräfte an den weiterführenden Schule der EmK, damit diese fundierte Informationen weitergeben und somit z.B. ungewollten Schwangerschaften vorbeugen können.
Unsere Unterstützung im Jahr 2026: 9.400 Euro
Benachteiligte Frauen in der Stadt Bo erhalten eine Ausbildung im Bereich Schneiderei, Batik oder Friseur/Kosmetik, um ihre Familien mit Einkommen zu unterstützen. Ebenso erhalten sie Unterricht in Lesen, Schreiben und Rechnen.
Unsere Unterstützung im Jahr 2026: 12.000 Euro
Andrea und Dieter Monninger leben für zwei Jahre in Sierra Leone. Andrea arbeitet in der Gesundheitsstation in Jaiama mit, Dieter hilft bei der Renovierung und Modernisierung von Schulgebäuden.
Projektkosten im Jahr 2026: 40.000 Euro
Förderung der theologischen Aus- und Weiterbildung für Pastorinnen und Pastoren.
Unsere Unterstützung im Jahr 2026: 3.000 Euro
Berichte aus Sierra Leone
Smallngaia – das Dorf hat Schule »gemacht«
25.03.2026 – In dem kleinen Dorf Smallngaia hat Dieter Monninger mit seinem Team erfolgreich den Schulbau fertiggestellt.
Kulturelle Unterschiede
04.03.2026 – Sierra Leone und Deutschland unterscheiden sich in Tradition und Kultur.
Ein Tag im Gesundheitszentrum
04.12.2025 – Wir begleiten Andrea Monninger einen Tag lang in Jaiama, Sierra Leone.
Hallo, ich bin Nelson!
19.11.2025 – Ich bin 14 Jahre alt und lebe in Jaiama, wo ich auch geboren wurde.
Noch einmal losgezogen
20.10.2025 – Aktiv im Ruhestand: Das Ehepaar Monninger unterstützt die EmK-Weltmission noch einmal für zwei Jahre in Sierra Leone.
Nachhaltiges Handeln kommt an
11.08.2025 – Einblicke in die Ausbildungsstätte Konokai in Sierra Leone – das Arbeitsteam berichtet.
Mutmachende Entwicklungen
29.04.2025 – Das EmK-Berufsausbildungszentrum Konomusu in Sierra Leone hat einen neuen Ausbildungszweig.
Hier muss etwas getan werden
15.04.2025 – Sechs Klassen in drei Räumen. In der Grundschule von Pujehun, Sierra Leone, ist es mehr als eng. Nun wurde die Schule erweitert.
Das Feuer am Brennen halten
20.03.2025 – Ein Fazit von Hans-Jochen Layer über zwei Jahre Sierra Leone.
Den Klimaschutz in die Dörfer tragen
12.02.2025 – Schulen der EmK und Dorfgemeinschaften kämpfen gemeinsam gegen den Klimawandel.
Von Heidenheim nach Sierra Leone
28.06.2024 – Andrea und Dieter Monninger wurden von der Süddeutschen Jährlichen Konferenz ausgesandt.
Mission braucht Respekt
26.04.2024: Olav Schmidt berichtet von seiner Reise nach Westafrika.
Was kann da noch schiefgehen?
25.09.2023 – Die Ausbildungszentren in Sierra Leone entwickeln sich weiter!
Mit Mut und Kreativität Jugendliche ansprechen
31.05.2023 – Sadia Gbassa und Sullayman Koroma klären Jugendliche über das Thema Sexualität auf.
Auf einem guten Weg
17.05.2023 – Unsere Partnerkirche in Sierra Leone, die Evangelisch-methodistische Kirche, betreibt fünf Berufsausbildungsstätten.
Über Sierra Leone
Sierra Leone mit der Hauptstadt Freetown liegt in Westafrika am Atlantik und wird im Norden und Osten von Guinea, im Süden von Liberia begrenzt. Das Land wurde 1961 von Großbritannien unabhängig. Die Amtssprache ist Englisch. Im Land leben etwa 8,8 Millionen Einwohner auf einer Fläche von 71.740 km². Das ergibt eine Bevölkerungsdichte von 105 Einwohner pro km² (zum Vergleich BRD: rund 83,5 Millionen Einwohner auf 357.684 km², 233 Einwohner pro km²). Im Index der menschlichen Entwicklung (HDI) liegt Sierra Leone im Jahr 2023 mit 0,467 (von max. 1) auf Platz 185 von 193 (zum Vergleich BRD: 0,959, Platz 5). Sierra Leone ist reich an Bodenschätzen wie Diamanten, Gold und Bauxit. Trotz dieser Ressourcen gehört das Land noch immer zu den wirtschaftlich schwächeren Staaten Afrikas. Die Folgen des Bürgerkriegs (1991–2002) und der Ebola-Epidemie haben die Entwicklung stark beeinflusst.
1855 starteten die United Brethren in Christ aus den USA eine Missionsarbeit in Sierra Leone. Schnell entwickelte sich daraus eine Kirche, die Teil der Mutterkirche in den USA blieb. Auch nach der Vereinigung der United Brethren mit der Methodist Church zur United Methodist Church (Deutsch: Evangelisch-methodistische Kirche) wurde die Kirche in Sierra Leone zunächst weiter von amerikanischen Bischöfen geleitet. 1973 wurde mit Dr. Benjamin Carew der erste einheimische Bischof gewählt. Die Evangelisch-methodistische Kirche Sierra Leone betreibt über 250 Schulen, mehrere Berufsschulen, Krankenhäuser und Gesundheitsstationen und ist auch in weiteren sozialen Feldern (Landwirtschaft, Gemeindeentwicklung, Brunnenbau, …) aktiv. Seit 2018 gibt es eine eigene Universität. Mit rund 116.000 Mitgliedern, 244 Gemeinden und einem großen Netzwerk von Schulen und sozialen Einrichtungen leistet sie einen wichtigen Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung des Landes. Gleichzeitig ist Sierra Leone ein religiös vielfältiges Land, in dem etwa 21 % Christen und 77 % Muslime überwiegend friedlich zusammenleben.
Die Webseite der Partnerkirche
Weitere Informationen unter World Methodist Council