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Sierra Leone

Hier ist etwas Beachtliches entstanden

Die Workteams in den Berufsbildungszentren in Sierra Leone leisten nachhaltige Hilfe.

Die EmK-Weltmission unterstützt die Berufsausbildung für junge Menschen in Sierra Leone. Drei Zentren (Konokai, Konomusu, Bo WSTC) mit sieben Berufsfeldern sind dabei im Fokus. Die Gewerbliche Schule Waiblingen begleitet diese Projekte, und zusammen mit vielen weiteren Unterstützern aus Kirche, Schule und Gesellschaft ist aus bescheidenen Anfängen etwas sehr Beachtliches entstanden. 

Alles gut?

Oft werde ich nach dem »Zustand« unserer Projekte gefragt, ob dort alles in Ordnung ist und ob sich unser aller Einsatz gelohnt hat. Darauf ein dreifaches »Nein, aber«:
Nein, es läuft nicht alles rund, aber es gibt viele gute Entwicklungen. 
Nein, wir sind noch lange nicht fertig, aber wir sind auf einem guten Weg und wir geben nicht auf. 
Nein, wir retten nicht die Welt, aber unsere Projekte haben schon vielen Menschen geholfen, manche wurden sogar gerettet.

Vom Aufbau in den Regelbetrieb

Vom ersten zaghaften Sammeln von Cent-Beträgen zu einem komplexen, halbwegs modernen Ausbildungsbetrieb in vielen – auch technischen – Berufen, das kann nicht mit ein paar Sätzen oder Zahlen beschrieben werden. Hinzu kommen die unterschiedliche Dynamik und Situation der drei Zentren. Da lohnt sich eher ein Besuch auf der Webseite www.konokai-and-more.de oder bei der EmK-Weltmission.

Es gibt an den Schulen Prüfungen, Abschlüsse und Zertifikate – interne wie auch staatliche. Diese werden jeweils für »non-educated people« wie auch für Studienabbrecher angepasst. Und wenn Anfragen aus Freetown nach unseren »good graduants« kommen, dann will das schon etwas heißen!

»Ambiguitätstoleranz« ist gefragt!

Nichts ist einfach, nichts geht schnell. Und dann sind da noch die wiederholten Dramen mit den Containertransporten. Das alles ist nicht verwunderlich. Sierra Leone ist eines der ärmsten Länder der Erde. Hunger und Krankheit sind trotz oder wegen des Reichtums an Bodenschätzen ein Dauerthema. Fehlende Perspektiven, politische Unsicherheit und Korruption kommen dazu. Und freilich sind da noch viele weitere Faktoren, die eine nachhaltige Unterstützung erschweren.

Das ist für uns als Partner oft schwer auszuhalten. Wir verzweifeln jedoch nicht, denn wir wissen uns von einem Höheren gesendet, und haben im Vertrauen auf seine Unterstützung – trotz der gewaltigen Herausforderungen – schon eine Menge beeindruckender Überraschungen erlebt. Ganz viele sprechen von einem »gesegneten Projekt«. Und wie überall im Leben: Es kommt darauf an, wie man darauf schaut. Kann ich die vielen guten Dinge und Veränderungen sehen, die schon geschenkt wurden oder verzweifle ich an den Problemen und Fehlern? 

Die Lieder "Count your Blessings!" oder "Dass Gott keine Fehler macht" sind mir in manch schwierigen Situationen hilfreich gewesen. Hilfreich im Umgang miteinander ist auch die göttliche Sicht auf uns Menschen: Trotz vieler Unterschiede sind wir uns doch alle bei unseren menschlichen Bedürfnissen, Unzulänglichkeiten und Fehlern ziemlich ähnlich. 

Boots on the ground – das Workteam-Konzept 

Vor Ort sein und sich blicken lassen: Das realisieren wir mit unseren wiederholten Workteam-Einsätzen. Junge und ältere Menschen aus ganz Europa, Fachleute aus Kirche und Schule, haben an vielen Stellen mitgeholfen unsere Projekte voranzubringen und tätige Hilfe geleistet.

Ein risikofreier Pauschal-Erholungs-Urlaub ist das allerdings nicht. Es kostet viel Geld. Aber es gibt bisher keinen einzigen Workteamler, der den Einsatz bereut hätte. Viele kommen wieder, und alle kehren mit einem großen Lebenserfahrungsschatz zurück und mit der Gewissheit, wirksam unseren Geschwistern geholfen zu haben. Dies alles tun wir gemäß Galater 6,10: »Solange wir also noch Zeit haben, wollen wir allen Menschen Gutes tun – vor allem aber denjenigen, die durch den Glauben mit uns verbunden sind.« Deshalb sprechen wir inzwischen auch von "Wirkteams", Bewerbungen bitte über die Weltmission!

Und: Danke für alle Unterstützung!

Hans-Jochen Layer