Skip to main navigation Skip to main content Skip to page footer

Mosambik

Eine Missionsstation findet eine neue Aufgabe

Cambine in Mosambik ist ein historisch bedeutsamer Ort. Nun soll die ehemalige Missionsstation in die Zukunft geführt werden.

Cambine ist eine der ältesten Missionsstationen in Mosambik. Mehr als 70 Gebäude verteilen sich auf dem weitläufigen Gelände. Einige sind neueren Datums, andere stammen aus alten Zeiten. Gerade die älteren Gebäude sind oft verfallen. Die frühen Missionare errichteten große, für die damalige Zeit örtlich untypische Gebäude. Sie selbst waren aufgrund ihrer finanziellen und technischen Möglichkeiten in der Lage, diese Infrastruktur zu erhalten. Mit der Unabhängigkeit Mosambiks 1975 und der Übergabe der Leitung an die Menschen vor Ort, fielen diese Möglichkeiten nach und nach weg. Zurück blieben unbewohnbare Häuser. Niemand ist finanziell in der Lage, diese zu sanieren.

Hinzu kam, dass die Missionsstation in früheren Zeiten Bildungsangebote machte, die in Mosambik einzigartig waren. Der erste mosambikanische Präsident des Landes hatte hier die Schule besucht. Heute gibt es viele schulische und universitäre Angebote an anderen Orten. Dennoch bleibt dieser alte Missions-Campus für die Kirche wichtig. Denn er begegnet dem spärlichen Bildungsangebot in dieser ländlichen Region mit guten Angeboten. Gerade die Verknüpfung mit Fortbildungen im Bereich der Landwirtschaft, die es in den größeren Städten so nicht gibt, macht diese Bildungsangebote nachhaltig. 

 

In der mosambikanischen Kirche gibt es mehrere solcher historisch gewachsener Orte. Cambine soll als Pilotprojekt weiterentwickelt werden. Zunächst gilt es, die Leitenden zu fördern, Organisationsstrukturen zu gestalten und Einkommensmöglichkeiten zu schaffen. Die EmK-Weltmission unterstützt dabei, die dafür nötigen Grundlagen zu schaffen. Die Lösungen werden von den Verantwortlichen im Land selbst entwickelt. 

Unser Ansprechpartner dafür ist Armindo Mapoissa. Er analysiert die bestehenden Strukturen vor Ort, identifiziert Schwachstellen und Potenziale und wird dabei von Andreas Brose unterstützt. Dieser Prozess ist noch nicht abgeschlossen, aber erste Lösungsansätze lassen sich bereits erkennen. Sobald diese umgesetzt, erprobt und bewährt sind, sollen auch andere historische Missionsorte in Mosambik davon profitieren. So kann es gelingen, Probleme aus örtlicher Initiative mit eigener Kraft zu bewältigen.

Olav Schmidt