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Malawi

Neue Hoffnung für Malawi

Die EmK in Malawi ist seit Jahren in Rechtsstreitigkeiten verwickelt, die die Kirche destabilisiert haben. Nun hat der im Mai 2025 neu gewählte Bischof Gift K. Machinga Malawi besucht und Worte der Hoffnung gesprochen, um Klarheit in das Chaos zu bringen.

Der Konflikt in der EmK in Malawi reicht mehrere Jahre zurück und betrifft vor allem Führungsfragen und rechtliche Auseinandersetzungen innerhalb der Kirche, was zu mehreren Gerichtsverfahren, und einer faktischen Blockade der kirchlichen Administration führte. Dadurch konnten wichtige kirchliche Prozesse, etwa Ordinationen und Jährliche Konferenzen, nicht stattfinden, und Malawi konnte auch keine Delegierten zur Generalkonferenz 2024 entsenden. Diese langjährigen Konflikte haben die kirchliche Arbeit stark belastet.

Ein langersehnter Besuch

Bischof Gift K. Machinga, der für das Bischofsgebiet Simbabwe, Sambia, Malawi und Botswana zuständig ist, besuchte Ende letzten Jahres Malawi. Bei diesem ersten Besuch seit seiner Wahl zum Bischof im März 2025 begab er sich auf Faktensuche, um die Lage besser zu verstehen. Offizielle Besuche waren zuvor verschoben worden – umso größer waren Erwartung und Erleichterung, als Bischof Machinga im November gemeinsam mit seiner Frau, Pastorin Mazvita M. Machinga, eintraf. Sie überbrachten eine Botschaft der Heilung an eine Konferenz, die sich lange vernachlässigt fühlte. »Der bemerkenswerteste Aspekt dieses Besuchs ist seine symbolische Kraft«, sagte Superintendent Daniel Mhone. »Er bestätigt die Zukunft der EmK in Malawi. Der Antrittsbesuch des Bischofs signalisiert eindeutig, dass die Kirche hier wahrgenommen wird und einen Hirten hat.«

Endlich neue Ordinationen und Zulassungen

Der Besuch begann mit einem Treffen zwischen dem Bischof, Konferenzleitenden, Geistlichen und Laien. Machinga machte deutlich, dass er nach gründlicher Prüfung der Fakten konkrete Pläne entwickeln werde. »Ich erkenne, dass es in Malawi einige Hindernisse gibt, zum Beispiel die rechtlichen Probleme. Aber Gott wird mir immer einen Weg weisen, wie ich hier in Malawi am besten für Fortschritt sorgen kann.«, sagte er.

Aufgrund der Situation kündigte er an, dass Ordinationen 2026 in Simbabwe stattfinden sollen – eine große Erleichterung für alle, die schon jahrelang auf ihre Ordination warten. Außerdem arbeiten seit einigen Jahren viele Pastoren ohne die notwendige Zulassung; auch darum will sich der neue Bischof kümmern. Machinga versprach, hier für Ordnung zu sorgen und Ausweise auszustellen, um Rechtmäßigkeit und Klarheit wiederherzustellen.

Klarheit inmitten von Missverständnissen

Ein weiteres zentrales Anliegen waren Gerüchte und Falschinformationen, insbesondere im Zusammenhang mit den Beschlüssen der Generalkonferenz 2024 zu LGBTQ-Fragen und zur Regionalisierung. In Afrika sei der Regionalisierungsplan teils irreführend mit der Förderung von Homosexualität gleichgesetzt worden. Die Generalkonferenz betonte durch ihren Plan jedoch, dass jede Regionalkonferenz im Rahmen lokaler Gesetze und ihres Verständnisses der Bibel eigenständig über Trauungen und Ordinationen entscheiden könne. Die Falschinformation, dass die Kirche in Malawi Homosexualität fördern würde, wurde teilweise gebraucht um Spaltung zu sähen. Machinga sagte zu, eine klare schriftliche Erklärung für Medien und Öffentlichkeit zu verfassen, um Missverständnisse auszuräumen.

Die Kirche entwickelt sich weiter – trotz der Herausforderungen

In seinen abschließenden Worten erklärte Machinga: »Ich bin sehr beeindruckt von den Fortschritten und dem Wachstum, die wir als Kirche trotz aller Herausforderungen erleben. Ich schätze die großartige Arbeit, die sowohl von den Geistlichen als auch von den Laien geleistet wird.« Die Geistlichen Leiter können zuversichtlich in die Zukunft blicken, da für viele der Probleme nun endlich eine Lösung in Sicht ist.

Nach einem Bericht von Francis Nkhoma für UMNS