Südafrika
Gewalt gegen Ausländer in Südafrika
Unsere Partnerkirchen beten für Frieden und Stabilität
Der Hass gegen Ausländer nimmt in Südafrika dramatische Formen an. Die hohe Arbeitslosigkeit von teils über 30 Prozent, die schlechte Versorgung, und extreme Gewaltkriminalität sind Probleme, die die Menschen in Südafrika umtreiben. Manche machen es sich einfach: Schuld seien die „illegalen Migranten“. Rechte Gruppierungen und sogar eigens gegründete Bürgerwehren machen sich das zunutze und fordern die Ausweisung aller illegal ins Land eingereisten Ausländer bis Ende Juni. Gewalt macht sich aber schon jetzt breit und niemand ist davor gefeit, auch nicht die legal im Land Lebenden. Kürzlich wurde nach einem Protestmarsch eine Menschenjagd veranstaltet und dabei ein Mann aus Malawi ermordet. Die Tagesschau zitiert Emanuele Kachingwe, ebenfalls aus Malawi: »Sie sagen uns einfach, dass wir ihre Jobs wegnehmen und gehen müssen. Das ist nicht richtig. Die Vermieter haben uns auch rausgeworfen und gesagt, wenn ihr hierbleibt, werden wir euch töten.«
Die Tagesschau berichtet: Meldung vom 26.04.1026
So hat die malawische Regierung bereist 7.000 Menschen mit Bussen evakuiert. Auch Simbabwe, Ghana, Nigeria und Mosambik planen Evakuierungen.
In Südafrika, wo die EmK-Weltmission mit der Methodistischen Kirche im Südlichen Afrika kooperiert, gibt es auch Gemeinden der EmK. Diese Jährliche Konferenz ist dem Bischofsprengel Mosambik zugeordnet. In den Gemeinden stammen viele Mitglieder und Besucher aus Ländern wie Simbabwe, Mosambik und anderen Ländern Afrikas. Bischof Sambo aus Mosambik hat daher einen dringenden Gebetsaufruf veröffentlicht. Er schreibt: »Die Lage spitzt sich zu. Die Videos, die täglich in den Massenmedien kursieren, sind entmutigend. Nun gibt es Drohungen, alle ›ausländischen Kirchen‹ zu schließen. An einigen Orten – wie zum Beispiel Durban – können einige unserer Ortsgemeinden ihre Gottesdienste nicht mehr in ihren eigenen Räumlichkeiten abhalten.
Wir bitten daher, sich uns im Gebet anzuschließen, während wir uns dafür einsetzen, dass Frieden und Stabilität Einzug halten. Bitte denken Sie an die Jährliche Konferenz von Südafrika und insbesondere an die ausländischen Staatsangehörigen, die ins Visier genommen, brutal ermordet oder deren Häuser und Geschäfte geplündert und zerstört werden.«