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Brasilien

Die besten Ideen entstehen vor Ort

Unsere Partnerkirche in Brasilien hat ein Herz für benachteiligte Menschen. Indigene Volksgruppen im ländlichen Raum gehören genauso dazu wie Menschen in den sozialen Brennpunkten der Städte.

Warum also nicht beide Ansätze verbinden? Denn auch die meisten Indigenen stehen vor sozialen Herausforderungen. So entsteht ein neues Projekt in einem abgelegenen Gebiet des Amazonas.

Achtzehn Stunden braucht man mit dem Boot zum Dorf Caranauaca im Amazonasgebiet Brasiliens. In diesem kleinen Ort leben rund 40 Familien. Sie gehören zum indigenen Volk der Tukano. Sie leben vom Anbau von Maniok und vom Fischfang. Es gibt dort eine Schule mit einem sehr rudimentären Bildungsangebot. Obwohl das Dorf so abgelegen ist, wird es mit Strom, Wasser und sogar Internet versorgt. Was jedoch fehlt, sind Angebote, die junge Menschen auf das Erwachsenenleben in der modernen Gesellschaft vorbereiten.

Mit Begeisterung gestartet

Hier setzt das Projekt von »Schatten und frisches Wasser« an, das in der Gemeinde gestartet wurde. Lina, die Leiterin des Projektes, ist selbst Tukano und lebt in der nächstgrößeren Stadt São Sebastião do Uatumã, aber Caranauaca liegt ihr am Herzen. Mit Unterstützung einer methodistischen Gemeinde fördert sie Kinder und Jugendliche in Uatumã in der Nähe von Caranauaca. So können bereits einige Kinder aus diesem Dorf von Bildungsangeboten, Sport und Freizeitaktivitäten profitieren.

Familien werden gestärkt

Patricia und ihr Ehemann Josué aus Caranauaca haben vier Kinder – drei, Pedro (13 Jahre), Calebe (11 Jahre) und Ágata (7 Jahre) nehmen am Programm teil. »Ihr Verhalten hat sich zum Besseren verändert«, stellt die Mutter fest. Das bestätigt der Vater und fügt hinzu, dass sie »einen Großteil ihrer Schüchternheit verloren« hätten. Er ist beeindruckt, dass sich ihre Lesefähigkeiten so sehr verbessert haben, dass sie nun »gemeinsam Lieder singen und Bibelverse lesen« können. Sie hoffen, dass in Zukunft auch andere Kinder dabei sein können. Dadurch sollen auch deren Eltern dazu ermutigt werden, sich an den Aktivitäten von »Schatten und frisches Wasser« zu beteiligen. Lina sieht, wie zufrieden Patricia und Josué sind. Sie und ihre Kinder sind von Anfang
an dabei. Josué meint: »Ich glaube, dass Gott diese Menschen zu uns geschickt hat, damit sie in diesem Projekt zu unserem Wohl arbeiten.«

Der Klimawandel wird zum Thema

Sie selbst aber können wertvolle Beiträge für sich und andere Menschen leisten, indem sie sich aktiv für den Klimaschutz einsetzen. Das Thema Klimawandel und -resilienz soll ein fester Bestandteil der Arbeit von »Schatten und frisches Wasser« werden. Erste Erfahrungen gibt es bereits.

»Schatten und frisches Wasser«

In der Methodistischen Kirche in Brasilien gibt es mehr als 50 solcher Projekte. Sie sind Oasen in sozialen Brennpunkten und armen Regionen. In den Räumen der Gemeinde wird bei den Hausaufgaben geholfen, Eltern werden in Erziehungsfragen beraten und oft werden auch Lebensmittel und Kleidung ausgegeben. Die Mitarbeitenden sind häufig ehemalige Teilnehmende. Die Nachbarn packen mit an, und die Pastorinnen und Pastoren sind Teil des Teams. So entsteht in der Gemeinschaft ein kostengünstiges, nachhaltiges Angebot, von dem viele Kinder profitieren.