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24.10.2019

Die Kirche hat Aids

So formulierte es die Methodistische Kirche im südlichen Afrika. Damit machte sie sich stark für die zahlreichen Menschen, die von der Immunschwächekrankheit betroffen sind. Obwohl inzwischen große Erfolge in der Forschung und Behandlung erzielt worden sind, muss noch viel getan werden. Hier erfahren Sie, wie unsere Partner in Afrika den Betroffenen zur Seite stehen:

In Sierra Leone werden Jugendliche zu Ansprechpartnern für Gleichaltrige ausgebildet. In Teams führen sie an den Schulen Theaterstücke auf, um über HIV/Aids aufzuklären

Informieren und Vorbeugen

Das Wissen über HIV und Aids ist von Gruppe zu Gruppe verschieden. Die Bereitschaft darüber zu reden erst recht. Dabei ist die Aufklärung der Menschen ein entscheidender Baustein bei der Bekämpfung der weiteren Verbreitung. Viele HIV-positive Menschen wissen gar nicht, dass sie infiziert sind. So kommt es immer wieder zu Neuinfektionen. Die Evangelisch-methodistische Kirche in Sierra Leone und Liberia sowie die methodistische Partnerkirche in Kenia und im Südlichen Afrika bieten alle Aufklärungskurse in Schulen und Ausbildungsstätten an.

Testen und Handeln

Einige Partner bieten HIV-Tests an und beraten die Menschen anschließend im Umgang mit dem Ergebnis. Bis 2020 sollen 90% der Menschen auf HIV getestet sein. Bisher wissen weltweit lediglich 75% um ihren Status. Prominente Personen der Kirche gehen mit gutem Vorbild voran und lassen sich medienwirksam selbst testen.

Martin aus Kenia freut sich über das leckere Gemüse. Seine Eltern haben das HI-Virus und werden regelmäßig von den Mitarbeitenden des methodistischen Maua-Krankenhauses besucht und beim Anbau beraten.

Begleiten und Betreuen

Inzwischen sind rund 38 Millionen Menschen mit dem HI-Virus infiziert. Etwas mehr als 60% erhalten Medikamente. Dieser Wert soll bis 2020 ebenfalls auf 90% steigen. Vor allem in den Entwicklungsländern muss noch viel dafür getan werden. In allen unseren Partnerländern bekommen die Infizierten die HIV-­Medikamente kostenlos durch den Staat. Alle anderen notwendigen Arzneimittel oder Kombipräparate für Kinder müssen aber gekauft werden. Hier helfen unsere Partnerkirchen. Ebenfalls begleiten sie Betroffene und organisieren Selbsthilfegruppen, um die regelmäßige Einnahme der Medikamente zu sicherzustellen.

Beraten und Anleiten

Mit der richtigen Behandlung einer HIV-Infektion kann man den Ausbruch von Aids vermeiden und ein normales Leben führen. Wichtig ist aber insbesondere eine gute Ernährung. Unsere Partner engagieren sich in diesem Bereich und beraten Menschen bei der Umstellung auf nahrhafte Lebensmittel, helfen beim Anbau von Gemüse und anderen wichtigen Naturalien. All dies funktioniert ausgezeichnet und effektiv. Wir kennen Menschen in Kenia, die durch diese Hilfe nun schon über 20 Jahre mit dem HI-Virus wirklich ein gutes und gesundes Leben führen können.

Dabeibleiben und unterstützen

Lydia aus Soweto ist 14 Jahre alt. Die Südafrikanerin sagt selbst, dass sie halb Kind, halb Mutter ist. Denn seit ihre Eltern an Aids starben kümmert sie sich allein um ihre beiden Brüder. Die Kirche hilft ihr.

Trotz aller Fortschritte sterben immer noch viele Menschen an Aids oder den Folgeerkrankungen. Zurück bleiben oft die Kinder. Als Aids-Waisen versuchen sie mutig ihr Leben zu gestalten. In Johannesburg unterstützt beispielsweise Ikageng Itireleng derzeit 1.170 Kinder und Jugendliche durch Lebensmittel, Fortbildungsangebote und psychologische Betreuung. So können sie weiter in ihrer gewohnten Umgebung leben und die Schule besuchen. In Kenia fördern wir eine Grundschule, die eine große Zahl von Aids-Waisen aufgenommen hat. Diese Kinder hätten ohne Hilfe für Schuluniform, Lernmittel und ein stärkendes Schulessen nicht die gleichen Chancen wie andere Kinder.

Engagieren und Verändern

Bis 2030 will die Weltgemeinschaft Aids als globale Epidemie beenden. Dafür setzen sich unsere Partner in Afrika auch politisch und gesellschaftlich ein. Mit der diesjährigen Weihnachtsaktion helfen wir mit, die Welt zu verändern, Aids zu überwinden und dafür zu sorgen, dass viele gesund bleiben.