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28.03.2013

Entdeckungen in einer neuen Partnerkirche (2)

Nach der Unabhängigkeit der Kirche von der nordamerikanischen Mission wurde die kleine Kirche von den politischen Wirren einer Militärdiktatur überrollt. Dazu schreibt Thomas Leßmann:

"Von einst bis zu 3.000 Mitgliedern und 24 Kirchen allein in Montevideo sind heute nur noch 600 Kirchenglieder und insgesamt 17 Gemeinden im Land übrig. Rund die Hälfte ging während der Zeit der Diktatur verloren – durch Verfolgung, Verhaftung, Folter und Vertreibung verlor die Kirche einige ihrer engagierten Führungspersönlichkeiten – aber den Großteil an Mitgliedern verlor sie, weil die eher konservativ Ausgerichten mit dem politischen Kurs der Kirche nicht einverstanden waren.

Nachdem die methodistische Kirche ihre Autonomie von der Mutterkirche erklärte, verlor sie weitgehend den internationalen Rückhalt. Drei Jahre später begann die Zeit der Militärdiktatur. Die Kirche vermittelte zwischen Unterdrückerstaat und Widerstand und kam selber in Gefahr. Ein Bombenanschlag des staatlichen Sicherheitsdienstes auf die Hauptkirche war ein erstes Warnsignal. Einmal wurde ein Pastor mit der gesamten Jugendgruppe zusammen verhaftet. Einschüchterung, Verunsicherung – und immer wieder Mut und Hoffnung. Ökumenisch verbunden wurden die Menschenrechte in Gottesdiensten und Demonstrationen immer wieder eingeklagt.

Nach der Diktatur kam die Zeit der Neuorientierung. Mit deutlich weniger Ressourcen wurde die Arbeit sowohl in den Gemeinden als auch in den sozialen Projekten fortgeführt."

Mahnmal für die Opfer der Militärdiktatur
Museum der Erinnerung
In einer Ausstellung wurde auch der Widerstand methodistischer Pastoren und Kirchenglieder gewürdigt.

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