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22.06.2015

Evangelisches Missionswerk (EMW) feiert vierzigsten Geburtstag

Gäste aus der weltweiten Ökumene kommen nach Hamburg

»Auf das EMW haben wir uns immer verlassen können!«, bescheinigten Vertreterinnen und Vertreter von Partner-Organisationen aus Asien, Afrika, Lateinamerika, dem Pazifik und von ökumenischen Weltbünden dem Evangelischen Missionswerk anlässlich dessen 40. Geburtstag. Es sei tröstlich, dass das EMW christliche Organisationen auch dann unterstützt, wenn es anderen wenig opportun scheine.

(von links) Dr. Henriette H. Lebang (Präsidentin der Gemeinschaft der Kirchen in Indonesien), Dr. Gisela Schneider (Direktorin des DifäM, Tübingen), Pastor Doug Chial (ÖRK, Genf), Prof. Dr. Werner Kahl (Missionsakademie, Hamburg

Am Abend des 18. Juni 2015 fand in Hamburg eine Festveranstaltung statt. In seinem Festvortrag zum Thema »Gesellschaft(en) ohne Religion – Traum oder Alptraum?« wies Prof. Dr. Fernando Enns darauf hin, dass Religionen nicht automatisch besondere Garanten für den Frieden seien. »Wer die Zeichen der Zeit nicht richtig liest, wird in Konservatismus oder Radikalität erstarren.« Dann würden Religionen zum Gewaltfaktor in den Gesellschaften. Nur wenn Religionsgemeinschaften eine Ethik des Friedens entwickelten und diese in die gesellschaftliche Realität umsetzten, könne von ihnen Versöhnung ausgehen, stellte der Leiter der Arbeitsstelle »Theologie der Friedenskirchen« an der Universität Hamburg fest.

(von links) EMW-Direktor Christoph Anders, Dr. Uta André (Missionsakademie), Prof. Dr. Fernando Enns (Uni Hamburg)

Wie sich christliche Kirchen für Frieden und Versöhnung einsetzen, wurde aus dem Nahen Osten, aus Indonesien, aus ostafrikanischen Ländern, aus Costa Rica und aus Indien berichtetet. In Interviews beschrieben Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Kirchen dass – unabhängig davon, ob Christen eine Minderheit unter Anhängern anderer Religionen sind, oder die Mehrheit in einer Gesellschaft bilden – sie sich immer aktiv für ein friedliches Zusammenleben einsetzen müssen. Dem Satz »Ohne diesen Einsatz droht unseren Gesellschaften das Chaos«, stimmten alle Gäste zu.

Dabei sei auch die Unterstützung aus Deutschland wichtig. »Für uns Christinnen und Christen ist es ermutigend zu wissen, dass unsere Freunde im EMW uns helfen«, hieß es in Gratulationsreden. Die Geburtstagsgäste dankten für die finanzielle und personelle Hilfe in den vergangenen 40 Jahren. »Besonders froh sind wir für die geistliche Begleitung und die Gebete.«

Evangelisches Missionswerk in Deutschland (EMW)

Das Evangelische Missionswerk in Deutschland (EMW) ist der Dach- und Fachverband evangelischer Kirchen, evangelischer Freikirchen – auch der EmK – und regionaler Missionswerke sowie einzelner missionarischer Verbände und Einrichtungen. Es wurde am 19. September 1975 gegründet, um das geschichtlich gewachsene Nebeneinander von Kirchen und den von ihnen weitgehend unabhängigen Missionsgesellschaften durch ein geregeltes Miteinander abzulösen.

Aufgabe ist die ökumenische, missionarische und entwicklungsbezogene Zusammenarbeit mit Christen und Kirchen in Übersee und für ökumenische Bewusstseinsbildung in Deutschland. Wahrgenommen werden durch das EMW insbesondere solche Aufgaben, die über die Kompetenz eines einzelnen Missionswerks hinausgehen. Darunter fallen zum Beispiel die Zusammenarbeit mit den ökumenischen Weltbünden, die Förderung von Programmen und Projekten, die Informations- und Öffentlichkeitsarbeit in Deutschland u.v.m. Die EMW-Mitglieder arbeiten in zahlreichen gemeinsamen Gremien zusammen, um ihre regionale und thematische Arbeit aufeinander abzustimmen.