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21.04.2020

Den Erfolg weiterführen

Melanie und Jan-Ulric Janietz sind mit ihren Kindern Lotte und Pepe aufgrund der weltweiten Corona-Pandemie etwas früher als geplant aus Sierra Leone zurückgekommen. Nun wird ihre Arbeit von zwei einheimischen Mitarbeitenden weitergeführt.

Die gewissenhafte Vorbereitung des Schulungsmaterials ist wichtig und geschieht bereits länger im Team.

Melanie Janietz hat in den letzten Jahren zusammen mit einheimischen Lehrern Unterrichtsmaterial zum Thema »sexuelle Gesundheit« erarbeitet. So sind zehn Schulungseinheiten inklusive didaktischem Material und anschaulicher Folien entstanden, die die Herausforderungen des Landes und die kulturellen Besonderheiten berücksichtigen. Schwerpunkt im letzten Jahr war die Schulung von Lehrerinnen und Lehrern aus den weiter - führenden Schulen der EmK in Sierra Leone, damit diese ihr Wissen im Unterricht weitergeben können. Von Anfang an zeigte sich, wie gut das Material und die verwendeten pädagogischen Methoden sowohl bei den Lehrern als auch bei den Schülern ankamen. Doch das kann nur ein Anfang sein. Die EmK in Sierra Leone betreibt über 50 weiterführende Schulen. Allen Beteiligten war klar, dass die Schulungen auch über die Dienstzeit von Melanie hinaus fortgesetzt werden müssen.

Ein eingespieltes Team: Sadia Gbassa (reschts) und Sullayman Koroma sind seit 2016 bei der Entwicklung des Schulungsmaterials dabei.

Wir sind sehr froh, dass wir mit Sadia Gbassa und Sullayman Koroma zwei Pädagogen gefunden haben, die diese Arbeit fortführen. Melanie schreibt dazu: »Die beiden haben sich dazu entschieden, ihre Position als Lehrer aufzugeben und in Vollzeit für das Projekt zu arbeiten, obwohl das für sie eine größere Jobunsicherheit für die Zukunft und  nanzielle Einbußen im Hinblick auf die Rentenansprüche bedeutet. Es ist beeindruckend mitzuerleben, wie motiviert die beiden sind und wie sehr sie sich wünschen, dass dieses Projekt zum Wohle des Landes fortgeführt werden kann.« Da beide von Anfang an dabei sind, können sie inzwischen alle nötigen Arbeitsschritte selbst durchführen. 74 Lehrer schlossen bisher ihr zweiwöchiges Training ab, 35 Lehrer nehmen gerade an Schulungen teil. Mindestens 500 weitere Lehrer allein aus den Schulen der EmK müssen noch ausgebildet werden. Wir hoffen, dass dann auch weitere Schulen an dem Programm teilnehmen.

Kurze Anspiele und praktische Übungen sind Teil der Schulung.

Die Schulungen tragen Früchte: »Schon jetzt sehen sich die trainierten Lehrer als Botschafter für sexuelle Gesundheit an ihren Schulen und geben das neue Wissen an hunderte Schülerinnen und Schüler weiter«, berichtet Melanie Janietz. »Wir wünschen uns, dass diese Arbeit dazu beträgt, dass Kinder ohne sexuelle Gewalt groß werden und dass Jugendliche einen verantwortungsvollen Umgang mit Sexualität erlernen.« Als EmK-Weltmission sind wir sehr dankbar für den Einsatz von Melanie und ihrer Familie. Durch ihre umsichtige und vorausschauende Art ist es gelungen, dieses Projekt wirklich nachhaltig zu gestalten und damit auch langfristig eine Änderung in Bezug auf das Wissen und die Verhaltensweise von Jugendlichen in Sierra Leone zu erreichen.

Wir danken »Brot für die Welt«, die Melanie als Entwicklungshelferin mitfinanziert hat, sehr herzlich für die tolle Zusammenarbeit, die den Erfolg des Projektes erst möglich gemacht hat. Danke auch Ihnen für alle Unterstützung für Familie Janietz. Die Spenden für das Programm sind weiterhin notwendig, um die Gehaltskosten von Sadia und Sullayman sowie die Kosten für die Durchführung der Schulungen begleichen zu können.

Projektnummer 4425

Frank Aichele