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Das Theologische Seminar Cambine [siehe]

Leben in Mosambik – eine Herausforderung [siehe]

29.01.2014

Einsatz mit großer Leidenschaft

2008 ist Maísa Gomes de Oliveira nach Cambine gekommen, um am Theologischen Seminar zu unterrichten. Sie lehrt die Fächer »Neues Testament«, »Einführung in das Neue Testament« und »Geschichte des Neuen Testaments«, ebenso »Christliche Erziehung«, »Ethik« und »Exegese«. 2014 ist ihr letztes Jahr in Mosambik

Derzeit sind fünfzehn Studierende am Seminar, davon sechs Frauen. Die Ausbildung dauert drei Jahre.

Besonderen Wert legt Maísa Gomes auf das gemeinsame Lesen der Bibel. Die Kirche hat ein großes Defizit in Bibelwissen. Umso wichtiger ist, dass die Studierenden selbst lesen und verstehen, was in der Bibel steht, denn sie sind nachher auch dafür verantwortlich, was die Gemeinden aus der Bibel erfahren. »Wenn wir dann im abschließenden Semester gemeinsam die letzten Verse der Offenbarung lesen, dann bin ich glücklich,« meint die Dozentin.

Maisa Gomes in ihrem Element: Unterrichten am Theologischen Seminar Cambine

Gelesen und unterrichtet wird auf Portugiesisch. Das ist die offizielle Amtssprache in Mosambik. Doch lediglich 12% der Bürgerinnen und Bürger bezeichnen Portugiesisch als ihre Muttersprache; rund 50% sprechen überhaupt kein Portugiesisch. Das war anfangs auch für Maísa Gomes ein Problem: »Die Studierenden gebrauchen Portugiesisch als eine Fremdsprache. Ihr Wortschatz ist sehr begrenzt. Ich als Brasilianerin spreche Portugiesisch als Muttersprache. Es fällt mir leicht, gleiche Sachverhalte mit verschiedenen Worten zu beschreiben. Das hat die Studierenden aber eher verwirrt, weil sie viele Vokabeln nicht kannten. So musste ich mich umgewöhnen und einfache, einprägsame Formulierungen finden.

«Inzwischen ist Maísa Gomes mehr als nur eine Dozentin am Seminar. Vor allem die Studentinnen hat sie »unter ihre Fittiche genommen.« Regelmäßig schaut sie im Wohnheim vorbei und sieht dort nach dem Rechten. Sie ist Ansprechpartnerin für alle, die zu ihr kommen, um nach Rat zu fragen. »Die meisten brauchen eigentlich nur eine Ermutigung«, erläutert die Pastorin. »So sage ich meist nur: ›Ja, das ist gut. Geh diesen Weg‹«.

Ganz herzlich möchte sich Maísa Gomes bei den Gemeinden in Deutschland bedanken. »Ohne diese Hilfe wäre ich nicht hier. Die Verbundenheit füllt mein Herz mit großer Freude. Ich bin dankbar für die Zeit, die Gott mir in Cambine schenkt. Ich habe Frieden und Freude in dem, was ich tue, und ich habe Liebe in meinem Herzen.« Wir als EmK-Weltmission wünschen ein gutes letztes Jahr in Cambine!