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Auf dem Weg zu einer eigenen Jährlichen Konferenz

Daniel Mhone – Superintendent der EmK in Malawi

Die Generalkonferenz, das höchste Beschluss fassende Gremium der weltweiten EmK, hat im Mai 2008 die EmK in Malawi zur »Missionskonferenz« erklärt. In Malawi wurde diese Entscheidung mit großer Freude und Dankbarkeit aufgenommen, denn nach der Ordnung unserer Kirche bietet dieser Status einem Missionsgebiet die Perspektive, eine eigene Jährliche Konferenz zu werden. Auf diesem Weg bekommt das Missionsgebiet besondere Unterstützung der weltweiten Kirche. Die Ernennung zur Missionskonferenz ist also auch eine große Anerkennung für die junge wachsende Kirche in Malawi. Und dazu gibt es allen Grund, was folgende Zahlen belegen:

  1998 2008
Mitglieder 2.166 19.085
Bezirke 4 12
Gemeinden 12 117

Sie können sich vorstellen, dass eine solche Entwicklung bei nur 4 ordinierten Pastoren im Land nur mit einer besonders starken aktiven Beteiligung der Laien an der Mission der Kirche möglich ist.

Unterstützung auf dem Weg

Teilnehmer des "Runden Tisches" in Lilongwe

Vom 30. Juli bis 2. August 2008 trafen sich in der malawischen Hauptstadt Lilongwe Vertreterinnen und Vertreter der EmK aus den USA, Deutschland und Malawi zu einem runden Tisch. Ziel war es die Partner aus Übersee und die nationale Kirche ins Gespräch zu bringen, um gemeinsam Schwerpunkte der zukünftigen Zusammenarbeit zu besprechen Geleitet wurden die Gespräche von dem für Malawi zuständigen Bischof Eben Nhiwatiwa und der deutschen Bischöfin Rosemarie Wenner. Sie schreibt:

Ausgehend von den vier Schwerpunkten für die Arbeit der EmK weltweit (Leitung stärken, neue Gemeinden gründen, Armut bekämpfen und Krankheiten eindämmen) hatte auch der runde Tisch in Malawi vier Prioritäten:

  • »Wir brauchen theologische Ausbildung und Schulung«, sagten die Geschwister aus Malawi. Nicht verwunderlich, bei nur 4 ordinierten Pastoren für über 19.000 Kirchenglieder.
  • Nun soll ein Kurssystem für Pastoren, Evangelisten und Laien aufgebaut werden.Neue Gemeinden werden in Malawi ständig gegründet. Dabei können wir zum Beispiel beim Bau von Kirchengebäuden ganz praktisch helfen. »Den Mauerbau schaffen wir selbst«, sagten unsere Geschwister, »aber das teure Kirchendach können wir nicht bezahlen.«

  • In den ländlichen und ärmeren Gebieten Malawis leben zwei Drittel der Menschen. Und genau dort ist der Schwerpunkt der Arbeit der EmK, und die Bekämpfung
    der Armut hat in der kirchlichen Arbeit hohe Priorität:

    •  Etliche Wasserstellen wurden schon gebohrt und viele sollen noch dazukommen.
    • »Farmerclubs« zur gegenseitigen Hilfe der Landwirte werden gegründet.
    • Frauenkreise betreiben Kirchengärten, damit Frauen den Gemüseanbau lernen
      und etwas dazuverdienen können.
    • Alphabetisierungskurse werden angeboten.

  • Wie überall in Afrika kämpfen die Menschen in Malawi gegen die sogenannten »Killerkrankheiten« Malaria, Tuberkulose und HIV/Aids. Nun sucht die EmK für Malawi eine Koordinatorin für den Aufbau eines ländlichen Gesundheitsdienstes. In den Gemeinden sollen Kenntnisse in Hygiene, gesunder Ernährung, Aidsprävention und in der Erkennung und Behandlung von Krankheiten gelehrt werden.
    »Wozu braucht es Methodisten in Malawi?« Auf diese Frage erhielten wir beim Runden Tisch eine überzeugende Antwort: »Wir sind eine Kirche, die die geistlichen und sozialen Nöte der Menschen ernst nimmt. Wir haben eine demokratische Struktur. Bei uns arbeiten Laien und Pastoren zusammen, damit die Menschen in ihren Gemeinschaften besser leben können.« Es macht Freude, diese junge Kirche beim Aufbau zu begleiten.