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12.07.2018

Traumatisierte Menschen in indigener Siedlung

Im Dorf Murutinga leben rund 2.000 Angehörige des indigenen Volks der Muru – und sie leben mit einer belastenden Vergangenheit. Mehrfach erzählen uns leitende Personen, dass sie ihre Sprache verloren haben.

Das Medizin-Schiff - »Boot der Hoffnung«

 In der großen Zeit des Kautschukhandels wurden Indigene mit dem Leben bedroht: Sie wurden in eine Schuldknechtschaft gezwungen. Sie mussten im Regenwald Kautschuk zapfen und bei den Händlern abliefern – und wurden trotzdem umgebracht, weil sie keinerlei Rechte hatten.

Aus Angst, an ihrer Sprache »Tu« als Indigene erkannt zu werden, haben die Muru nur noch Portugiesisch gesprochen bis niemand mehr die Sprache sprechen konnte.

Die meisten Kinder sind sehr zurückhaltend – ganz anders als die Kinder aus Boa Vista. Über die Fadenspiele schaffen wir es am Ende doch noch, Kontakt zu ihnen zu bekommen.

Auch diese Siedlung wird vom »Boot der Hoffnung« angefahren. Häuptling Martino sagt: »Sie bringen sehr gute Medizin und sie behandeln uns gut!« Das scheint für indigene Menschen auch heute noch keine Selbstverständlichkeit zu sein.

Schon jetzt sagen wir Danke – auch im Namen der Kinder im Amazonasgebiet – für alle Unterstützung.