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27.02.2019

Reise zum Amazonas

In diesem Jahr gab es in der EmK Wuppertal-Barmen nicht nur einen Familiengottesdienst am Sonntag, sondern ein ganzes Kinderwochenende, das sich mit dem Projekt »Kinder helfen Kindern am Amazonas« beschäftigte. Dafür wurden die Ideen und Informationen aus der Aktions-Arbeitshilfe und -DVD genutzt.

Bastelarbeiten vom Samstag

Das Mitarbeiterteam unter Leitung von Kathrin Mittwollen, die 2018 für »Kinder helfen Kinder« nach Brasilien gereist war, lud alle Kinder im Alter von 5 bis 12 Jahren dazu ein. Nach den Begrüßungsliedern und einigen Aufwärmspielen reisten alle Kinder zunächst in ihrer Phantasie in den Regenwald zum Amazonas. Danach gab es im »Kinosaal« den acht Minuten langen Film zu sehen, der die Lebenssituationen der Kinder zeigt, die durch die sozialen »Schatten und frisches Wasser«-Projekte der Methodistischen Kirche in Brasilien erreicht werden.

Auf die Frage »Was ist bei den Kindern am Amazonas anders?« hatten die Kinder im Anschluss viele Antworten:

Was ist anders bei den Kindern am Amazonas. Gesammelte Antworten der Teilnehmenden.
  • Sie haben nicht viel Kleidung, aber sie brauchen auch keine Winterkleidung
  • Sie können ihr Essen im Wald finden oder selber Fische fangen
  • Ihre Busse sind Schiffe, die auf Wasserstraßen fahren
  • Ihr Fußballplatz verwandelt sich mit bei Regen in ein Schlammbad
  • Sie haben kein Spielzeug außer einem Ball, aber sie spielen
  • Ihre Häuser sind aus Holz und stehen auf Stelzen

Gerne haben sich die Kinder mit denen identifiziert, die weit abgelegen am Fluss wohnen. Die Lebenswelt der Kinder in der Hauptstadt Manaus, die in einem von Gewalt geprägten Umfeld leben, war ihnen (zum Glück) fremd.

Das Einladungsplakat, gestaltet mit Bildern aus dem Begleitmaterial

Viel Spaß machte den Kindern das Spiel »Piranhas-Alarm«, bei dem alle rechtzeitig ins Boot gelangen müssen, um nicht von den kleinen Fischen mit den scharfen Zähnen erwischt zu werden. Die große Tierartenvielfalt im Regenwald konnte man mit einer Neuschöpfung aus Draht, Perlen und Federn erweitern. Die meisten Kinder entschieden sich jedoch für eine täuschend echt wirkende Vogelspinne aus Chenilledraht.

Nach einer Obstpause mit Früchten des Regenwaldes und einem zweifarbigen »Amazonas-Cocktail«, der die Vereinigung des dunklen Rio Negro und hellen Rio Solimões zum breiten Amazonas verdeutlichte, waren alle auf den letzten Höhepunkt gespannt. Manaus und die Amazonas-Region wurden durch den Kautschukboom bekannt. Doch wie kann man aus weißem Kautschuk-Saft (= Latex) einen elastischen Ball herstellen? Die indigenen Völker nutzten dafür Pflanzensäfte. Wir schafften das durch Zugabe von Essig… und das Ergebnis – ein hüpfender Flummiball – erstaunte alle.

Kathrin Mittwollen hat sich das Kinderwochenende ausgedacht und erfolgreich durchgeführt

Im Familiengottesdienst am Sonntag waren die Kinder stark beteiligt: sie erzählten von dem, was sie erlebt und gelernt hatten, und nahmen die Gemeinde mit hinein in die »Reise zum Amazonas«. Als sie die Anliegen für das Fürbittengebet sammelten, wurde deutlich, wie sehr sie sich mit den Lebenssituationen der brasilianischen Kinder identifizieren können.

Kathrin Mittwollen