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19.10.2018

Improvisieren ist das A und O

Ein entwicklungspolitischer Freiwilligendienst unterstützt nicht nur die Einrichtungen, sondern ist vor allem ein »Lerndienst« für die jungen Menschen, die sich auf diese Herausforderung einlassen. Aylin Kopp aus Hamburg berichtet hier von ihren ersten Wochen in Montevideo, Uruguay:

»Nun bin ich schon seit unglaublichen zwei Monaten in Uruguay, obwohl es mir nur wie ein Wimpernschlag vorkommt. Ich lebe in einer Wohnung der Methodistischen Kirche mit drei weiteren deutschen Freiwilligen und drei Uruguayos. Wir verstehen uns alle sehr gut und können durch alltägliche Gespräche unser Spanisch verbessern.

Vielfältige Aufgaben

Toben an der frischen Luft

Ich bin in diesem Jahr im CAIF, Casa de la Amistad (Haus der Freundschaft) eingesetzt. Das ist ein Familienzentrum mit Kindergarten/Krippe. Dort begleite ich eine Gruppe von zwei- bis dreijährigen Kindern, die täglich acht Stunden im Kindergarten betreut werden. Ich arbeite mit Lila, einer Mitarbeiterin, zusammen und wir betreuen 13 Kinder. Jeden Morgen fange ich um 8:00 Uhr an und empfange die Kinder und helfe ihnen dabei, Jacken ausziehen, Rucksäcke ablegen... Um 8:30 Uhr gibt es ein kleines Frühstück, anschließend wird im ›Klassenraum‹ oder im Innenhof gespielt, gemalt, getobt, gesungen und getanzt. Dabei wird darauf geachtet, dass die Kinder sowohl ihre Fein- als auch Grobmotorik entwickeln und das rhythmische und sprachliche Verständnis gefördert wird. Um 12:00 Uhr gibt es Mittagessen, danach werden die Zähne geputzt und gegen 13:00 Uhr wird eine Siesta gehalten. Um circa 15:00 Uhr stehen die Kinder wieder auf. Nach einer Merienda (dem typischen Nachmittagssnack) wird vorgelesen und gespielt, um die Fantasie zu fördern. Gegen 15:45 Uhr werden die Kinder von ihren Eltern abgeholt und um 16:00 Uhr habe ich Feierabend.

Zu meinen alltäglichen Aufgaben gehört es, Streit zu schlichten, Essen zu verteilen, aufzupassen, dass den Kindern nichts passiert, auf die Bedürfnisse und Wünsche der Kinder einzugehen und bei allen möglichen Anliegen Hilfe zu leisten. Ab und an kommen natürlich auch Windeln wechseln und Nasenputzen dazu, denn Improvisieren ist das A und O im Kindergarten.

Uruguay begeistert

Blick auf Montevideo

Im Allgemeinen fühle ich mich hier in Uruguay pudelwohl und habe alles, was man zum Leben braucht. Für mich ist es sehr faszinierend, wie offen und herzlich diese Kultur fremde Menschen empfängt. Überall und jederzeit kann man um Hilfe bitten und wird eine freundliche Antwort bekommen. Etwas gewöhnungsbedürftig war anfangs die Art der Begrüßung, denn egal, wem man vorgestellt wird und ob man die Leute kennt oder nicht, gibt man sich hier ein Küsschen statt eines Händedruckes. Wunderschön sind auch das Wetter und das Meer. Wir sind ja im Winter angekommen, aber nun ist schon Frühling und bei 15 bis 25 Grad kann man sich am Strand die Sonne ins Gesicht scheinen lassen.«

Noch bewerben!

Bis zum 31. Oktober 2018 nehmen wir noch Bewerbungen für die drei Einsatzplätze in Uruguay an. Neben dem beschriebenen Kindergarten unterstützen Freiwillige eine Werkstatt für Jugendliche mit Behinderung und ein Kinderheim. Nähere Informationen gibt es hier: https://www.emkweltmission.de/freiwilligendienst/einsatzplaetze-weltwaerts.html

Ein Einsatz im Rahmen des »weltwärts«-Programmes wird gefördert durch ENGAGEMENT GLOBAL mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Für den Inhalt des Berichtes ist allein die EmK-Weltmission verantwortlich; die hier dargestellten Positionen geben nicht den Standpunkt von ENGAGEMENT GLOBAL und dem BMZ wieder.