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Projektliste 2018 des Fonds Mission in Europa

Alle Projekte des Fonds Mission in Europa finden Sie hier.. (2,5 MB)

Der Fonds Mission in Europa: Einander helfen – voneinander lernen

Worum es beim Fonds Mission in Europa geht und warum er so wichtig ist, fragten wir Urs Schweizer, den Geschäftsführer des Fonds:

Du bist Geschäftsführer des Fonds. Was bedeutet das praktisch?
Bei der Gründung des Fonds Mission in Europa im Jahr 1990 wurde das Sekretariat des Bischofs der EmK in Mittel- und Südeuropa als Geschäftsstelle bestimmt. Als ich also 1992 meine Arbeit als Assis-tent des Bischofs begann, gehörte dazu von Anfang an auch der Fonds. 2005 wurde dann die Position des Geschäftsführers eingeführt, die ich seither bekleide.

In der Praxis bedeutet dies vor allem, dass ich für viele administrative und organisatorische Fragen verantwortlich bin – zum Beispiel hinsichtlich der Unterstützung einzelner Projekte (von den Antragsformularen über die Projektliste bis zur Freigabe der Mittel) oder der Organisation der jährlichen Tagung der Fonds-Kommission. Ich sehe mich deshalb viel eher als Diener (im positiven Sinn!) denn als Chef.

Was ist für dich der größte Erfolg des Fonds?
Anfänglich war der Fonds Mission in Europa ein Instrument der finanziellen Solidarität zwischen West und Ost – dabei war ziemlich klar, wer die Gebenden und wer die Empfangenden waren. In den letzten Jahren ist meines Erachtens aber ein neues Verständnis gewachsen: das Verständnis, dass das verschiedene Grenzen überschreitende Zusammengehören sowohl aus einem Geben als auch aus einem Nehmen besteht. Dies spiegelt sich einerseits im Slogan wieder, der die Arbeit des Fonds seit dem Jahr 2005 prägt: »Einander helfen – von einander lernen«. Es zeigt sich andererseits aber auch darin, dass die Anliegen des Fonds von einer wachsenden Zahl an Ländern aktiv mitgetragen werden.

Warum sind Spenden für den Fonds gerade jetzt wichtig?
Unsere Zeit ist sehr schnelllebig. Worauf heute der Fokus gerichtet wird, ist sehr oft morgen schon wieder vergessen. Als Kirche haben wir die Aufgabe, auch dann bei den Menschen zu sein, wenn die Scheinwerfer längst erloschen sind. Und wir wollen das Leben mit jenen teilen, deren Situation schon gar nicht mehr im Blickfeld der Allgemeinheit ist. 

Ja, es gibt auch in Europa viel Not. Und es gibt Menschen, denen diese Not nicht gleichgültig ist, sondern die bereit sind, im Namen von Jesus Christus Gutes zu tun. Was jedoch immer wieder fehlt, sind die notwendigen Finanzen. Deshalb sind wir dankbar für Ihre Spenden. Und wir wissen: Was Sie teilen, ist eine Hilfe, die im Leben vieler Menschen einen Unterschied macht.

Was ist deiner Meinung nach das wichtigste Ziel des Fonds?
Für mich besteht das wichtigste Ziel des Fonds darin, dass Menschen in Europa in unterschiedlichsten Lebenssituationen Hoffnung finden und Jesus Christus kennenlernen. Ob wir nun andere in ihrer Ar-beit finanziell unterstützen, oder ob wir uns von der Arbeit anderer ermutigen lassen und in unserem eigenen Umfeld aktiv werden, oder ob wir nach Wegen suchen, gemeinsam mit anderen Gutes zu tun: Es soll alles diesem Ziel untergeordnet sein.