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15.03.2016

Freude und Herausforderungen in Portugal

In diesem Jahr feiert die Portugiesische Methodistenkirche ihr 145-jähriges Bestehen. Sie ist eine kleine Minderheitskirche in einem Land, in dem die Römisch-katholische Kirche die mit Abstand größte Religionsgemeinschaft darstellt. Aber sie ist eine Kirche, die durch ihr Zeugnis und ihren Dienst segensreiche Auswirkungen auf das Leben vieler Menschen hat

Neue Mitglieder für den diakonischen Dienst mit Bischof Sifredo Teixeira

Eine besondere Freude des letzten Jahres war die Ordination von drei Diakoninnen und einem Diakon. Die entsprechenden gottesdienstlichen Feiern fanden gleich in drei Städten statt – in Lissabon, Porto und Braga. Die vier für einen besonderen Dienst in der Kirche Berufenen sind alle als ehrenamtliche Mitarbeitende tätig und ein Segen für viele.

Eine neue methodistische Gemeinde in Gaia (Porto) feierte am 7. Juni 2015 ihren ersten Gottesdienst, dies in den Räumen der Deutschen Evangelischen Kirche. Seither hat der Leiter dieser Gemeinde, ein Pfarrer auf Probe, eine Vielzahl von Aktivitäten gestartet.

Musikgruppe der neuen Gemeinde in Moscavide/Lissabon

Eine Woche später konnte die Moscavide-Gemeinde in Lissabon in die Portugiesische Methodistenkirche aufgenommen werden. Diese Gemeinde war von einem brasilianischen Pastor, heute Pastor auf Probe der Portugiesischen Methodistenkirche, und seiner Familie gegründet und von der Brasilianischen Methodistenkirche (Sechste Region) unterstützt worden.

Nach Jahren des Träumens, Planens und Arbeitens begann die Renovierung der Räume der Gemeinde in Monte Pedral (Porto), was neue Möglichkeiten eröffnet - in erster Linie für Bildungsangebote: Viele bemühen sich darum und beten dafür, dass an diesem Ort so bald als möglich ein Methodistisches Ausbildungszentrum aufgebaut werden und Früchte tragen kann.

Die Verantwortlichen der Kirche sind dankbar, mit Sebastião Timoteo einen neuen Bewerber für das Predigtamt zu haben. Seine theologische Ausbildung besteht aus zwei Teilen: Zusammen mit den beiden Pastoren auf Probe nimmt er an einem Online-Studienprogramm der Brasilianischen Methodistenkirche teil. Ergänzt wird dieses durch Seminare in Porto, die von portugiesischen Lehrkräften, vor allem methodistische Pastoren, geleitet werden.

Die Kirche ist aber auch mit einigen Herausforderungen konfrontiert. So braucht sie mindestens drei neue Pastorinnen oder Pastoren. Zudem möchten die Verantwortlichen immer wieder überdenken, wie sie das Evangelium weitergeben und den Menschen in der Kirche und darüber hinaus helfen. Auch soll den Gaben der Kirchenglieder und Freunde mehr Wertschätzung entgegengebracht werden – als ein Schritt auf dem Weg, finanziell selbständig zu werden.

Eine weitere finanzielle Herausforderung bezieht sich auf die Renovierung dreier Gebäude: das in den Bergen gelegene Jugendzentrum von Valdozende, in dem viele Jugendaktivitäten und Ausbildungsprogramme oder Konferenzen stattfinden; das «Methodist House» in Lordelo (Porto), wo Dienste für Bedürftige, Flüchtlinge oder Studierende angeboten werden können; das Gebäude der Gemeinde in Mourisca do Vouga, das sich in einem sehr schlechten Zustand befindet, weil die Gemeinde selber nur sehr beschränkte Mittel hat.

Schließlich haben die Pastorinnen/Pastoren seit Jahren keine Gehaltserhöhung mehr erhalten, weil dafür keine Mittel vorhanden sind.

Bischof Sifredo Teixeira sagt: «Wir wissen, dass die Situation an vielen Orten nicht leicht ist. Aber wir wissen auch, dass Gott uns alle gesegnet hat, und so sind wir zuversichtlich, dass eine neue Zeit anbrechen wird. In den Herausforderungen, Schwierigkeiten und Möglichkeiten antworten wir vertrauensvoll auf Gottes Mission, die Botschaft von Jesus mit Worten und Taten weiterzugeben und auf diese Weise Menschen zu Jüngern zu machen, die ihrerseits dann dasselbe tun. In Psalm 126,3 heißt es: »Ja, Großes hat der Herr für uns getan, darum freuen wir uns sehr!« Wir danken Gott für den Segen, den wir erhalten haben, und für all jene, die uns im Gebet und durch ihre Gaben unterstützt haben. Wir beten für unsere Geschwister in Europa und auf der ganzen Welt, dass der Friede von Jesus Christus ihr Leben prägen möge.»

Quelle: Fonds Mission in Europa / Bischof Sifredo Teixeira