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06.12.2018

Mit Zuversicht und Gottvertrauen

geht die EmK in Albanien in die Zukunft. Das wurde beim Runden Tisch Albanien deutlich, der vor kurzem in Zürich stattgefunden hat.

Runder Tisch in Zürich
Die Gemeinde Elbasan in ihrem Gemeinderaum
Mustafa Isufi präsentiert stolz seine Bachelor-Urkunde

Die Vertreter der EmK in Albanien trafen sich mit den „Hauptsponsoren“ (Connexio Schweiz und EmK-Weltmission Deutschland) sowie dem zuständigen Bischof Patrick Streiff in dessen Büro in Zürich um über die zukünftige Entwicklung der EmK in Albanien zu beraten. Anlass ist der 2020 bevorstehende Ruhestand von Superintendent Wilfried Nausner, der seit acht Jahren zusammen mit seiner Frau Jean den Aufbau der Kirche in Albanien betreut und begleitet hat. Und in diesen acht Jahren ist sehr viel geschehen: Aus zwei kleineren Gemeinden in Tirana und Pogradec sind nun drei stabile Gemeinden und eine Neulandarbeit geworden. Die Gemeinde in Pogradec hat heute über 100 regelmäßige Gottesdienstbesucher und freut sich über das eigene Gemeindehaus in zentraler Lage. Die erst 2014 in Elbasan gegründete Gemeinde hat auch schon über 60 Gottesdienstbesucher und die angemietete Wohnung, in der Gemeindearbeit und Gottesdienste stattfinden, ist inzwischen viel zu klein. Auf dem Bild sieht man die ganze Gemeinde nur deshalb, weil alle Stühle aus dem Gemeinderaum entfernt wurden und alle stehen. Während der Gottesdienste müssen immer einige Personen im Flur sitzen. Etwas zu feiern gab es am Runden Tisch auch: Pastor Mustafa Isufi, der die Gemeinde in Pogradec leitet, hat nun sein 6-jähriges Fernstudium der Theologie erfolgreich abgeschlossen und seinen Bachelor erhalten. Zwei andere Personen, die nebenamtlich die anderen Gemeinden betreuen, werden wohl in zwei Jahren ihren Theologie-Abschluss machen. 

Die letzte Gleideraufnahme der Gemeinde Elbasan

Neben diesen sehr positiven Entwicklungen gibt es aber auch große Herausforderungen für die EmK in Albanien. Die drei wichtigsten möchte ich nennen: Wer begleitet die noch junge EmK nach dem Ruhestand von Ehepaar Nausner? Wie können auch für die Gemeinden in Elbasan und Tirana angemessene Gemeinderäume gefunden und gekauft werden? Wie wird die zukünftige Finanzierung der Arbeit aussehen?

Ehepaar Wilfried und Jean Nausner

Dazu hat der runde Tisch intensiv beraten und zumindest Lösungsmöglichkeiten und Ideen gefunden. Ehepaar Nausner ist dankenswerterweise bereit, auch im Ruhestand die Arbeit in Albanien (mit geringerer zeitlicher Kapazität) zu beraten und zu betreuen. Und wir sind sehr zuversichtlich, dass die inhaltliche Arbeit der EmK in Albanien mittelfristig wohl auf eigenen Füssen stehen kann. Allerdings braucht es dazu noch einige Investitionen. Vor allem in Elbasan ist der Bau (oder Kauf) eines Gemeindezentrums dringend nötig, doch dazu gibt es vor Ort keine Mittel. Auf Grund der hohen Arbeitslosigkeit in Albanien wird auch mittelfristig die Arbeit der EmK dort kaum ohne finanzielle Zuschüsse von außen auskommen. Das gilt leider für fast alle Ev.-methodistischen Kirchen auf dem Balkan. Connexio und EmK-Weltmission haben darum ihre weitere Unterstützung zugesagt und hoffen, dass die Glieder und Freunde der EmK in der Schweiz und Deutschland dazu weiter aktiv beitragen.

Frank Aichele

Weitere Informationen zur EmK in Albanien und Eindrücke einer Reise von Gliedern der EMK Reutlingen-Betzingen nach Albanien finden sie [hier].