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Mehr zum Thema:

Website des 6. Ergotherapiekongresses für Afrika [siehe]

Projekte in Malawi [siehe]

Die EmK in Malawi – eine wachsende Kirche [siehe]

UMC in Malawi – eine wachsende Kirche mit wachsenden Aufgaben (Seite 1)

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Claudia Freund, die als Ergotherapeutin am Maua Methodist Hospital in Kenia arbeitet, war Ende September 2009 für 10 Tage in Malawi. Dort hat sie an einem Ergotherapiekongress für Afrika teilgenommen, aber auch die Malawi United Methodist Church besucht und Einblick in Projekte bekommen, die von der EmK-Weltmission gefördert werden.

Mein Besuch in Malawi war sehr interessant und wieder von vielen Eindrücken geprägt. Malawi hat viele Gemeinsamkeiten mit Kenia, ist aber doch wieder ganz anders.

Am 23. September wurde ich herzlich vom Missionssuperintendent Rev. Daniel Mohne und der amerikanischen Missionsfamilie Kara und Jeff Oliver, bei denen ich vier Tage übernachtete, in Blantyre empfangen.

Die Evangelisch-methodistische Kirche Malawis ist sehr jung und seit 1. Januar 2009 eine Missionskonferenz der United Methodist Church. Anhand der wachsenden Zahlen (von 2.166 Mitglieder in 1998, auf 19.085 Mitglieder in 2007 und rund 23.000 Mitglieder in 2009) lässt sich sehen wie aktiv die Kirche ist. Sie unterstützt viele Projekte: u.a. in der Arbeit mit HIV/AIDS-Betroffenen, der Hilfe für ältere und bedürftige Menschen, der Frauen- und Jugendarbeit, Wasserprojekte, Landwirtschaftsprojekte und Ausbildung von Leiterinnen und Leitern.

Projekte der EmK-Weltmission in Malawi

Besuch der Tiwasunge Counselling Group
Anspiel von der Tiwasunge Counselling Gruppe

Ich besuchte z.B. eine Selbsthilfegruppe in Kampala, einem Stadtteil von Blantyre. Hier haben sich HIV-positive Menschen zur »Tivasunge HIV/AIDS-Selbsthilfeinitiative«  (Projektnummer 5166) zusammengeschlossen, weil sie wegen ihrer Krankheit von der Dorfgemeinschaft ausgeschlossen wurden. Die Gründerin Lucy Gandion verlor ihren Ehemann an AIDS. Sie war ausgestoßen, ignoriert und ohne jegliche Fürsorge allein gelassen. Sie selbst sagt: "Ich war zum Tode verurteilt. Aber Gott hat uns nicht einen Geist der Angst gegeben, sondern der Kraft und der Liebe." Dies hat sie motiviert, nach anderen zu schauen, denen es genauso geht wie ihr. Gemeinsam unterstützen sie sich und versuchen, durch ihre Erfahrungen die Stigmatisierung und Vorurteile zu durchbrechen.

Sie züchten Hasen, bauen Gemüse an und stellen kleine Aidsschleifen als Anstecknadeln her. Mit den Einnahmen finanzieren sie Schulgelder für Waisenkinder. Tivasunge kümmert sich auch um Pflegebedürftige in ihren Häusern und begleitet sie im Sterben.

Am Nachmittag hatte ich auch die Gelegenheit, die Koordinatorin für die HIV/AIDS- Projekte (Projektnummer 5167), Gellina Matanhire zu treffen. Die AIDS Rate in Malawi liegt bei 17%. Das Ziel für Gellinas Arbeit ist, ein Beratungszentrum aufzubauen. Sie möchte auch gerne Menschen, vorrangig Ehefrauen von Pastoren, zu Beratern ausbilden. Warum gerade Ehefrauen von Pastoren? Durch die Arbeit ihrer Ehemänner kennen sie viele Menschen und als Frau haben sie guten Zugang zu anderen Frauen und jungen Leuten. Und gerade junge Menschen sind eine wichtige Zielgruppe, um das Bewusstsein für HIV/AIDS zu schaffen.

Wir sprachen auch über die kulturelle Problematik, die unterschiedliche Wertigkeit von Mann und Frau und traditionelle Glaubensprägungen die die Lebensweisen der Menschen beeinflussen. Einig waren wir uns darin, dass Männer bisher viel zu wenig an dem ganzen Prozess des Kampfes gegen HIV/AIDS teilnehmen.

Besuch in der Mpenya Nursery School

Am nächsten Tag besuchte ich den 1998 von der Methodistenkirche gegründeten Kindergarten Mpenya Nursery School (Projektnummer 5174). Täglich kommen 20 Kinder im Alter von ein bis drei Jahren. Einige von den Kindern sind Waisen und werden durch die Methodistenkirche unterstützt. Die monatliche Gebühr liegt bei 150 Quatsches (umgerechnet 75 Euro Cents). Dieses Geld reicht aber natürlich nicht aus, um alle Unkosten zu decken. So werden von der Kirche Getränke und kleine Snacks zur Verfügung gestellt. Außerdem fehlen Matratzen für den Mittagsschlaf, Schränke, Tische, Bälle und Spielsachen. Die Lehrerin Martha Matchado hat ein Herz für Kinder. Ihre Vorbereitung auf die Schule ist so gut, dass die Kinder kaum Schwierigkeiten bei der Einschulung haben. Die Nachfrage nach Plätzen in diesem Kindergarten ist erheblich höher, als das Angebot.

Auf der Heimfahrt besuchten wir noch eine Frau mit dem Namen Joyce Bwanali, die die ersten Bibelkreise der Methodisten in ihrem Haus abhielt und später sogar der Kirche Land zum Bau einer Methodistenkirche zur Verfügung stellte. Joyce lernte die Methodisten in Simbabwe, ihrer Heimat, kennen und kam 1955 nach Malawi, um ihren Mann zu heiraten.

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