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01.12.2017

Marian hat es geschafft

Obwohl sie zwischendurch an Ebola erkrankte, konnte Marian aus Koidu in Sierra Leone erfolgreich ihre Ausbildung im Konomusu-Ausbildungszentrum der EmK beenden. Doch der Weg dahin war nicht einfach:

Marian im Jahr 2014 am Webstuhl

Vor gut drei Jahren habe ich Marian zum ersten Mal im Konomusu Ausbildungszentrum getroffen. Sie war eine der Tänzerinnen, die mich beim Besuch sehr freudig begrüßten.

Während des Rundgangs durch die verschiedenen Ausbildungsbereiche traf ich sie später beim Weben wieder. Auf kleinen Webstühlen lernen die Mädchen dort, Stoffe, Gürtel und Tücher zu weben. Sie zeigte mir gerne, was sie in den ersten Monaten ihrer Ausbildung schon gelernt hatte.

Doch dann kam der Ebola-Virus nach Sierra Leone und auch das Konomusu Ausbildungszentrum musste für fast ein Jahr schließen.

Bei meinem nächsten Besuch nach dem Ende der Ebola-Epidemie erfuhr ich, dass Marian die einzige der Schülerinnen war, die sich mit dem Virus angesteckt hatte – aber sie überlebte es. So konnte sie ihre Ausbildung fortsetzen und Ende 2016 erfolgreich abschließen.

Vor wenigen Tagen war ich wieder in Konomusu. Sie kam extra vorbei, um mich nochmals zu treffen, und erklärte mir stolz, dass sie jetzt zu Hause mit ihrem kleinen Webstuhl arbeitet und ein eigenes, ausreichendes Einkommen erzielt.

Marian mit mir vor ein paar Tagen in Konomusu
Marian hat es geschafft

Beim Gespräch mit ihrer Ausbilderin wurde mir deutlich, dass es keine Selbstverständlichkeit ist, dass Marian es geschafft hat.

Vor ihrer Zeit im Ausbildungszentrum war sie als Prostituierte aktiv. Am Anfang tat sie sich schwer mit der Ausbildung, der nötigen Disziplin und dem Lernen. Aber sie biss sich durch – und selbst den sehr gefährlichen Ebola-Virus hat sie überstanden.

Wie bei Konomusu üblich, hat ihre Ausbilderin Marian auch schon zu Hause besucht und ist sehr angetan, wie sie nun selbständig zu Hause arbeitet und einen wichtigen Beitrag zum Familieneinkommen leistet.

Darum ein herzlicher Dank an alle, die die Arbeit von Konomusu in Sierra Leone unterstützen.

Frank Aichele