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22.02.2018

Von Brasilien nach Mosambik und zurück

Seit Anfang 2015 arbeitete Paulo da Cunha als Dozent am Theologischen Seminar der EmK in Cambine/Mosambik. Zusammen mit seiner Frau Sirlei da Cunha war er von Brasilien nach Mosambik gezogen. Nach nicht ganz drei Jahren kehren sie aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig in ihre Heimat Brasilien zurück. Renate Härtner hat vor der Abreise des Ehepaars ein paar Fragen gestellt.

Paulo und Sirlei da Cunha

Eure Zeit in Cambine geht zu Ende. Was ist euch wichtig geworden?
Uns ist klar geworden, dass das Wichtigste, das Mosambik braucht, das Evangelium ist! Es hat wenig Bedeutung, welcher Nation wir angehören oder welche Hautfarbe wir haben, aber die verändernde Kraft des Evangeliums ist unglaublich wichtig!

Was habt ihr während eurer Arbeit in Mosambik gelernt?
Wir schätzen nun Dinge wert, die eher selbstverständlich für uns waren: zum Beispiel frisches Wasser aus dem Wasserhahn oder Strom im Haus. Wir haben auch gelernt, mit der Angst vor Malaria zu leben und wie man sich davor schützen kann. Wir haben gelernt, eine uns fremde Kultur zu akzeptieren. "Xitswa", die Lokalsprache, die die Menschen hier sprechen, haben wir nicht gelernt und damit gespürt, wie Sprache auch trennen kann, weil man sich nicht versteht.

Paulo da Cunha als Dozent in Aktion

Welche Hoffnungen habt ihr für das Theologische Seminar und für Cambine?
Wir wünschen uns mehr Studierende für das Theologiestudium. Eigentlich wären Kapazitäten vorhanden für 20 Personen, aber in den Kursen sind nur fünf bis sechs Studierende. Eine Möglichkeit wäre, noch mehr Interessierte anderer Denominationen aufzunehmen, wie es bisher schon geschieht, aber da geht noch mehr. Dem Theologischen Seminar wünschen wir, dass es sich deutlicher von der Universität abgrenzen kann, die nun auch ein Theologiestudium anbietet. Für Cambine wünschen wir uns, dass es mehr zu einer Einheit findet, dass die einzelnen Institutionen besser zusammenarbeiten im Sinne einer Mission.

Gibt es sonst noch etwas, was ihr weitergeben möchtet?
Wir möchten uns bedanken bei der EmK-Weltmission, denn wir haben euch als echte Partner erlebt! Die Kartengrüße der Kommission waren wichtige Zeichen für uns und nach dem Zyklon haben unsere Angehörigen über Deutschland die Information erhalten, dass es uns gut geht. Das haben wir sehr geschätzt. Trotz aller Herausforderungen war unsere Zeit in Mosambik eine gute und gesegnete Zeit für uns. Als Schlusswort sagen wir nur ein Wort: »Ebenezer« – Bis hierher hat uns Gott gebracht, hat uns geführt und uns behütet, dafür sind wir sehr dankbar.

Vielen Dank. Wir wünschen Euch Gottes Segen für euren weiteren Weg.

Im Moment sucht die methodistische Kirche in Brasilien nach einem Nachfolger oder einer Nachfolgerin.

Gruppenfoto der Studierenden mit Ehepaar da Cunha