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09.08.2017

Fortschritte bei Aufbauarbeiten in Cambine

Der Wiederaufbau nach dem Zyklon »Dineo«, der Mitte Februar in Teilen Mosambiks große Verwüstungen angerichtet hat, geht langsam aber stetig voran. Zunächst war es wichtig, dass die Häuser wieder Dächer bekommen, bevor es mit Innenausbau und Malerarbeiten weitergeht. Renate Härtner berichtet von den Fortschritten.

Im Waisenhaus ist der Speisesaal fast wiederhergestellt, die Elektroinstallation gemacht, Türen und Fenster sind drin und die Malerarbeiten sind im Gange. Schon bald kann er wieder ganz normal genutzt werden.

In den beiden Wohnhäusern für Jungen fehlt noch die Vollendung der Arbeiten im Sanitärbereich, danach kann auch hier gemalert und eingezogen werden.

Wohnheim der Theologiestudentinnen kurz nach dem Sturm
Jetzt hat das Wohnheim ein neues Dach

Das Dach auf dem Wohnheim der Theologiestudentinnen ist ebenfalls fertig geworden, Claus macht gerade mit seinen Lehrlingen die Elektroinstallation. Da das Gebäude auch innen ziemlich gelitten hat, wird es dort noch ein Weilchen dauern, bis die Studentinnen dort wieder wohnen können.

Das Dach auf dem Wohnhaus der Theologiestudenten ist ebenso in Arbeit.

Mehr Platz im Nähprojekt

Jetzt hat auch die Nähwerkstatt ein neues Dach

Ich freue mich sehr, dass auch die Nähwerkstatt bereits ein Dach hat – und noch mehr darüber, dass sich während der Umbauarbeiten die wunderbare Gelegenheit ergeben hat, einen weiteren Raum als Schulungsraum dazuzubekommen, in dem Handarbeitskurse (Nähen, Stricken, Häkeln, sonstige Bastelarbeiten) angeboten werden sollen. Im Moment werden dort weitere Fenster eingebaut, denn der Raum wurde vorher als Abstellraum benutzt wurde und hat daher kaum natürliche Lichtquellen.

Mein Team und ich hoffen sehr, dass das Atelier bald fertig ist, denn in unserem Provisorium in einem kleinen Nebenraum der Metallwerkstatt ist es doch sehr eng.

Einige Taschen sind schon fertig

Nichtsdestotrotz arbeiten wir fleißig und nähen verschiedene Taschentypen aus Capulanastoff und viele kleine Accessoires wie Kosmetiktäschchen, Bleistiftmäppchen, Handyetuis und kleine Münzgeldbörsen. Es konnten auch schon Auftragsnäharbeiten vom Krankenhaus Chicuque angenommen werden; es ist schön zu sehen, wie sich die Bereiche vernetzen.

Als nächstes großes Nähprojekt steht die Herstellung der Werkzeugbeutel für die Schreinerei-Schulabgänger an. Diese werden aus der Weihnachtsaktion 2016 »ZUKUNFT bauen« finanziert. Die Beutel werden dann mit einem Grundstock an Werkzeugen bestückt.

Wasserknappheit

Die Wassersituation ist nach wie vor angespannt. Das Wasser läuft zwar gerade, der Hauptwassertank wird aber nur durch eine einzige (schwache) Pumpe gespeist, die im Grunde längst nicht ausreicht, um den allgemeinen Wasserbedarf zu decken. Zum Glück kamen im letzten Vierteljahr noch zwei mechanische Pumpen dazu, sodass die Allgemeinheit sich wenigstens mit sauberem Wasser versorgen kann. Ein zweites Bohrloch ist in Arbeit, im Zuge dessen soll auch das Wassersystem verändert und erneuert werden.

Die Arbeit geht nie aus – dafür wird es uns auch nicht langweilig.

Renate Härtner