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29.03.2017

Frauen durch Bildung stärken

Im Tamale, im Norden von Ghana, entsteht derzeit ein neues Ausbildungszentrum. Damit sollen junge Frauen eine berufliche Perspektive erhalten und nicht gezwungen sein, im Süden als billige Arbeitskräfte eingesetzt zu werden.

Ein gewohnter Anblick

Für wenig Geld transportieren Trägerinnen aus dem Norden Ghanas schwere Lasten in den Großstädten des Landes

Auf den Märkten der Großstädte im Süden Ghanas, etwa in Accra und Kumasi, sind Kayaye, Trägerinnen, die für wenig Geld schwere Lasten auf dem Kopf transportieren, ein gewohnter Anblick. Es sind zumeist Mädchen und junge Frauen aus dem Norden des Landes, die ihre Heimat auf der Suche nach Arbeit verlassen haben.

Mehr als die Hälfte der Schüler*innen im Norden Ghanas, die meisten von ihnen Mädchen, brechen die Schule nach Ende der sechsjährigen Grundschule ab, weil ihre Eltern die Gebühren für die weiterführende Schule nicht bezahlen können. So ist der Anteil der Menschen, die nicht Lesen und Schreiben können, in den nördlichen Regionen Ghanas am höchsten. Die Folge ist, dass die meisten keine Chance haben, einen der angebotenen Arbeitsplätze zu erhalten.

Somit versucht sich der Großteil der im Norden Ghanas lebenden Bevölkerung mit Landwirtschaft. Doch die Böden sind nicht die besten. Die Wasserversorgung ist schwierig, die Niederschläge sind unregelmäßig und spärlich. In den letzten Jahren hat sich die Situation verschlechtert, so dass die Landwirtschaft kaum noch rentabel ist.

Der falsche Ausweg

Die jungen Mädchen schlafen und leben auf der Veranda des Warenhauses beim Mallam Atta Markt

Vor allem die Jugend, insbesondere die Mädchen, sind von dieser Entwicklung betroffen. Durch den Umzug in die Großstädte im Süden hoffen sie, genügend Geld für ihre weitere Ausbildung verdienen zu können.

Tatsächlich erfüllt sich diese Hoffnung nur selten: Ohne eine Ausbildung können sie nur Hilfsarbeiten verrichten. Ihre Tage sind lang und die Arbeit als Kayaye hart. Die Kultur und die Sprache im Süden sind ihnen fremd. Am Rande der Gesellschaft leben sie meist in prekären Verhältnissen in Slums oder auf offener Straße, ohne Zugang zu ärztlicher Versorgung.
Auf sich allein gestellt werden sie zudem leicht Opfer wirtschaftlicher Ausbeutung und sexuellen Missbrauchs. Auch Kinder- und Frauenhandel sind ernstzunehmende Probleme. Mit ihrem geringen Verdienst unterstützen sie ihre Familien. Daneben auch noch ihre eigene Ausbildung zu finanzieren, gelingt den wenigsten.

Es gibt eine ganze Reihe von Nichtregierungsorganisationen, die sich um die Frauen im Süden kümmern. Allerdings engagiert sich bisher keine Organisation im Norden, wo die Probleme ihren Anfang nehmen. Hier setzt nun die Arbeit der Methodistischen Kirche in Ghana an:

Der neue Ansatz

Die Methodistische Kirche in Ghana hat bereits begonnen, das Ausbildungszentrum zu bauen

In Tamale, der Hauptstadt der Region Nordghana, soll ein Ausbildungszentrum aufgebaut werden, das jungen Frauen aus der Region die Möglichkeit eröffnet, eine Berufsausbildung zu absolvieren und ihnen damit eine neue Perspektive aufzeigt.

Das Ausbildungsangebot soll drei Berufe umfassen: Friseurin und Kosmetikerin, Schneiderin oder Köchin. Ganz selbstverständlich werden auch die Fächer Lesen und Schreiben in die drei Jahre dauernde Ausbildung integriert. Grundsätzlich werden Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten vermittelt, die den Weg in die Selbständigkeit erleichtern.

Durch unsere zugesagte Unterstützung wollen wir mithelfen, die Frauen durch eine Ausbildung zu stärken. Helfen Sie mit!

Spenden für dieses Projekt sind unter der Projektnummer 5141 Willkommen