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Methodisten in Afrika wählen erste Bischöfin für Mosambik [siehe]

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Mosambiks Bischöfin – Eine Ermutigung für Frauen

Bischöfin Joaquina Nhanala bei einem Besuch in Cambine

"Ob sich, weil ich Bischöfin bin, nun mehr Frauen in Mosambik dafür entscheiden, Pastorin zu werden? Ich weiß es nicht. Es ist zu früh, dazu etwas zu sagen", meint Joaquina Nhanala. Sie freut sich aber über die Frage, ob sie ein solches Vorbild sein könnte.

Vor 9 Monaten trat die 52 Jahre alte Frau ihren Dienst als erste weibliche Bischöfin der EmK in Afrika an. Für ihre Kirche sieht sie klare Prioritäten: die Ausbildung von Leiterinnen und Leitern, einen besseren Zugang zu Gesundheitsdiensten und Erziehungseinrichtungen für die Menschen in Mosambik und die Zukunftsfähigkeit und Stabilisierung der Kirche im Land. Dabei gehören zu ihrer Vision zur Kirche nach wie vor auch Gemeinden, die "unter Bäumen Gottesdienst feiern."

Die EmK in Mosambik ist seit dem Ende des Bürgerkrieges im Jahr 1992 stark gewachsen: Heute gehören zu ihr 150.000 Glieder in mehr als 170 Gemeinden und 132 ordinierte Pastorinnen und Pastoren. Die Kirche betreibt 29 Schulen, ein theologisches Seminar in Cambine, Landwirtschaftsprojekte und das große Hospital in Chicuque. Um weiter zu wachsen, braucht die Kirche mehr und gut ausgebildete Leiterinnen und Leiter. Bischöfin Nhanala betont aber: "Wenn wir Leiterschaft sagen, dann geht es nicht nur um Pastorinnen und Pastoren. Der Schlüssel zum Wachstum der Kirche liegt ebenso bei den Laiinnen und Laien. Besonders wichtig ist mir die Beteiligung auch von Frauen und Jugendlichen in der Leitung."

Bisher gibt es nur sehr wenige Pastorinnen in Mosambik. Die allermeisten Ordinierten sind Männer. Nhanala hofft jedoch, in Zukunft mehr Frauen dazu ermutigen zu können, den Ruf in den Dienst als Pastorin zu hören und ihm zu folgen.

Nach wie vor bekommen in Mosambik viele Menschen nicht die Möglichkeit, Lesen und Schreiben zu lernen. Nur 44 % der Erwachsenen können lesen. Besonders viele Frauen sind Analphabetinnen. Deshalb, und weil "Bildung die Augen und die Köpfe der Menschen öffnen kann", wie Bischöfin Nhanala sagt,  betreibt die EmK in Mosambik Schulen und veranstaltet Kurse, in denen man Lesen und Schreiben lernt, auch für Erwachsene.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Gesundheitsarbeit im Land, besonders der Kampf gegen HIV/Aids. Der liegt der Bischöfin besonders am Herzen, denn sie selbst hat bis zu ihrer Wahl ein kirchliches HIV/Aids-Aufklärungs- und Hilfsprogramm geleitet.

Die EmK-Weltmission unterstützt die mosambikanische Kirche in ihrer Arbeit seit langem, in diesem Jahr mit über 100.000 Euro. Dazu gehört auch die Präsenz von Missionaren wie Claudia und Thomas Günther aus der Ostdeutschen Jährlichen Konferenz oder Maisa Gomes aus Brasilien vor Ort: Claudia Günther arbeitet als Krankenschwester an der Gesundheitsstation in Cambine und Thomas Günther und Maisa Gomes unterrichten dort am Theologischen Seminar angehende Pastorinnen und Pastoren.

Runder Tisch Mosambik im August in Wuppertal

Im August findet in Wuppertal mit Beteiligten aus Mosambik selbst, aus Europa und aus den USA ein »Runder Tisch« statt, der unter Leitung von Bischöfin Nhanala und unserer Bischöfin Rosemarie Wenner helfen soll, die Arbeit der EmK in Mosambik zukünftig noch besser zu koordinieren. Wir freuen uns über Ihre Fürbitte und über Spenden für die EmK in Mosambik.

Uwe Hanis
Quelle: UMNS / Linda Bloom
Foto: EmK-Weltmission